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Kommentar der Pharmacists for Future zur Neufassung der Kommunalabwasser-Richtlinie (KARL)

 

Sehr lesenswert mit Kommentaren zu Einzelsubstanzen und Einschätzungen der Entwicklung

https://drive.proton.me/urls/D1WR20910C#yUDnQGPOskF8

 

" Der Ausbau der Kläranlagen erfordert erhebliche Ressourcen und wird
Jahre brauchen. Die Pharmacists for Future begrüßen die vierte Reinigungsstufe zum
Schutz unserer Lebensgrundlage Wasser, weisen jedoch deutlich darauf hin, dass allein
dadurch in naher Zukunft keine vollständige Elimination von Mikroschadstoffen stattfinden
wird und zusätzlich alle Potentiale, die den Eintrag in das Abwasser senken, ausgeschöpft
werden müssen. Es ist eine große gesellschaftliche Herausforderung, die
Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln und den lebensnotwendigen Gewässerschutz in
Einklang zu bringen."

 

Machen Sie sich jetzt keine Sorgen um die Kosmetik- und Pharmabranche die - Novum - jetzt nach dem Verursacherprinzip zur Kasse gebeten werden sollen. Es werden mit diesen 2 Branchen nicht die einzigen Verursacher getroffen und alles was sie trifft (soweit es nicht auf die Konsumentenpreise umgelegt wird) ist eine Pauschalgebühr die keinerlei Steuerungswirkung hat. Es werden also keineswegs die Hersteller der gefährlichsten Substanzen besonders belangt.

 

Pro Jahr werden 10.000 Tonnen von etwa 1250 (von 2500)  umweltrelevanten Arzneistoffen verbraucht. Große Teile davon wandern in die kommunalen Abwässer. Auch wenn die gewaltige Aufgabe des Ausbaus (etwa 2045) erreicht sein wird werden erhebliche Teile dieses Aufkommens nicht herausgefiltert weil sie auch in der 4. Stufe kaum eliminierbar sind.

Pharmacists for Future hebt hervor, dass deshalb Prävention wichtig ist: bessere Beratung bei der Verordnung und in der Apotheke, bessere Information der Ärzte und Apotheker etwa durch Datenbanken über mehr oder weniger umweltschädliche Arzneimittel, bessere Entsorgung von Resten.

 

B. Wille

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